Eine Tradition aus Wallenfels: Rumm stopfen

Die Probebewohnerinnen und Probebewohner stellten das Wallenfelser Traditionsgericht "G'stopfta Rumm" her.

02.05.2024

Unsere Probebewohnerinnen und -bewohner sind im Oberen Rodachtal angekommen. Gestern waren sie dann zum traditionellen „Rumm stopfen“ im Gasthaus Egersmühle eingeladen. Nach einer herzlichen Begrüßung in der gemütlichen Gaststube durch Wirt Uwe Eger wurde in fröhlicher Runde erst einmal mit oberfränkischem Bier angestoßen.

Dann gings los mit Arbeitsschritt 1: Für die traditionellen „G’stopften Rumm“ müssen zunächst Erdkohlrabi, Lauch, Wirsing, Karotten und Weißkohl ggf. geschält und geschnitten werden.

Danach ging es nach draußen in den Felsenkeller zum Stopfen. Hier wird das Gemüse in Holzbottichen zerkleinert, in Fässer gestopft und gesalzen. Nach vierwöchiger Gärung sind die Rumm fertig und unsere Probebewohnerinnen und Probebewohner können das traditionelle Gericht probieren.

Die „G’stopftn Rumm“ gehören untrennbar zu Wallenfels und seiner Geschichte. Früher lebten im Tal der Wilden Rodach vor allem Flößer, Holzmacher und Weber, die sich von dem ernährten, was ihre kleinen Gärten hergaben. Doch die Böden der Region sind karg, nur robustes Gemüse gedeiht hier. Daraus entstanden die „Rumm“ – ein „Arme-Leute-Essen“, das mittlerweile zur unverwechselbaren Delikatesse geworden ist. Die Wallenfelser genießen ihre Rumm übrigens am liebsten süß-sauer zubereitet als Beilage zur Gans oder Ente.